Der Altarraum wird durch das große Kreuz dominiert. Der gesamte Kirchenbau ist darauf ausgerichtet. An dem senkrechten Holz ist eine Baumranke eingraviert. Sie erinnert uns daran, dass für die Christen das Kreuz ein Baum des Lebens geworden ist. Am Querholz steht die dritte Bitte des Vaterunser: „Dein Wille geschehe“. Der Altar und der Taufstein bestehen beide aus Granit und bilden ein Ensemble. Der Künstler Fritz Thiel, der den Altarleuchter und die Lampen des Kirchenschiffes schuf, war seinerzeit ein gefragter Ziseleur. Er war wie die beiden Architekten zur Zeit der Errichtung der Johanneskirche 1936 an der Umgestaltung des Braunschweiger Domes zu einer „völkischen Weihestätte“ beteiligt. Anders als der Westturm, der ein wehrhaftes Christentum repräsentiert, spricht der Altarraum eine andere Sprache. Das große Kreuz und die Inschrift auf dem Altar „Er ist unser Friede“ weisen auf Jesus Christus hin, der für die Menschen durch größtes Leiden hindurchgegangen ist. Der Frohnauer Pfarrer Herrmann Tönjes, Mitglied des Pfarrernotbundes der Bekennenden Kirche, schrieb in die Gründungsurkunde der Kirche: Dieses Gotteshaus sei „Wegweiser zu Dem, der da will, dass allen Menschen geholfen werde.“

 

Foto: Ulrich Schöntube