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Gedenken am Stein - mit anschließendem Kammermusik-Konzert im Gemeindesaal (Beginn ca. 18.30 Uhr)

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Gedenken am Stein - mit anschließendem Kammermusik-Konzert im Gemeindesaal (Beginn ca. 18.30 Uhr)


Datum Dienstag, 9. November 2021, 18:00 - 19:30 Uhr
Standort Johanneskirche Frohnau, Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin
Mitwirkende
Team Gedenken am Stein, Elisabeth Starzinger (Sopran), Inka von Puttkamer (Violine), Johannes Mirow (Violoncello) und Johanne von Harsdorf (Klavier)
Preis
Eintritt frei - Spende erbeten
Gedenken am Stein - mit anschließendem Kammermusik-Konzert im Gemeindesaal (Beginn ca. 18.30 Uhr)

Wie in jedem Jahr treffen wir uns am 9. November um 18:00 zum Pogrom-Gedenken am Stein.

Anschließend:

Klavier-Kammermusik im Anschluss an das Pogromgedenken am Stein (ca. 18.30 Uhr)

In diesem Jahr werden Kompositionen von Robert Kahn (1865-1951) im Gemeindesaal erklingen.

Der jüdische Komponist Kahn konnte aufgrund seines frühen Geburtsjahres 1865 seiner musikalischen Karriere nachgehen und seinen Kompositionsstil entwickeln, noch bevor die Nazis an die Macht kamen. Der jüngeren Generation seiner Kollegen blieb dieses Glück verwehrt, indem sie - gerade mit der musikalischen Ausbildung begonnen - in Konzentrationslagern ermordet wurden oder ihre musikalische Laufbahn durch die widrigen Umstände der Emigration aufgeben mussten.

Robert Kahn studierte in den 1880erJahren an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin Komposition. Wesentlich geprägt wurde sein Stil durch die Bekanntschaft und den regelmäßigen Kontakt zu Johannes Brahms. Er war Mitglied in der Akademie der Künste, aus der er durch das „Berufsbeamtengesetz“ 1934 ausgeschlossen wurde. 1938 emigrierte er nach England, wo er zurückgezogen bis zu seinem Tod lebte.

Es werden die Werke „Jungbrunnen“ (1906) für Sopran, Violine, Violoncello und Klavier mit Texten von Paul Heyse  und ein Klaviertrio (1893) erklingen - in einer Zeit entstanden, in der die dunklen Jahre des Nationalsozialismus‘ nicht erahnt werden konnten. Kahns großes Vorbild Johannes Brahms ist in diesen Kompositionen unverkennbar.

Es musizieren Elisabeth Starzinger (Sopran), Inka von Puttkamer (Violine), Johannes Mirow (Violoncello) und Johanne von Harsdorf (Klavier).

Johanne von Harsdorf

Foto: Ev. Kirchengemeinde Frohnau