Unser Schaukasten zum Erntedank

Unser Schaukasten zum Erntedank


# Schaukasten
Datum der Veröffentlichung Veröffentlicht von Heike Luchterhandt am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 15:45 Uhr
Unser Schaukasten zum Erntedank

Süßes und Saures

Ein Abendmahlstisch ist im Schaukasten aufgebaut mit einem edlen weißen Tischtuch, einem silbernen Abendmahlsgeschirr, einem großen Laib Brot und einer Schale, üppig gefüllt mit dunklen Trauben.

Brot und Wein, Essen und Trinken dafür danken wir besonders und zuallererst am Erntedankfest. Leider können wir derzeit ja kein Abendmahl feiern, deshalb wollten wir zumindest im Schaukasten daran erinnern, dass das Abendmahl eigentlich zum Erntedankgottesdienst dazugehört.

Am Tisch steht in grüner Schrift: SÜßES UND SAURES

Die süßen dunkellila Trauben stehen auf dem Altartisch und die sauren hellgrünen Trauben auf dem Boden. Den Gegensatz zwischen Süßem und Sauren symbolisieren auch die in den Komplementär-farben lila und grün gehaltenen Tücher, mit denen der Schaukasten ausgekleidet ist. Und an der Rückwand prangt der Schriftzug ebenfalls in hellgrün und helllila, die gegensätzlichen Farben wieder aufnehmend:

GOTT SEI DANK FÜR ALLES!

Wir sollen Gott also für alles dankbar sein, für das Süße in unserem Leben, aber auch für das Saure. Wieso eigentlich? Dass wir das Saure ertragen sollen mit Geduld, das ist ja noch einzusehen, aber auch noch dafür danken? Das kann doch keiner verlangen. Das wäre doch die reinste Selbstverleugnung.

Aber es lohnt sich doch, darüber einmal nachzudenken:

Ohne die schweren und unangenehmen Dinge in unserem Leben, könnten wir die schönen Dinge gar nicht so wertschätzen,  uns gar nicht so sehr daran freuen.

Wer niemals schwere Zeiten durchgemacht hat, wer nie selbst Leid erfahren hat, kann kaum Empathie für andere aufbringen und sie in ihrem Leid trösten.

Leid gehört auch zu einem intensiven Leben und man reift daran, auch wenn man das erst im Rückblick feststellen kann.

Oft ist der erste Eindruck gar nicht richtig: so entpuppt sich eine schwere Situation im Nachhinein als ein wahrer Glücksfall oder zumindest als ein wichtiger Zwischenschritt.

Wir wissen nicht, was Gott mit uns vorhat, warum er mal Süßes und mal Saures für uns bereithält. Aber wir dürfen immer darauf vertrauen, dass er es gut meint mit uns, dass seine Liebe stärker ist als alles Leid und er uns nicht mehr auferlegt, als wir tragen können.

Und deshalb können wir aus vollem Herzen sagen:

GOTT SEI DANK FÜR ALLES!

Für das Schaukastenteam
Maren Topf-Schleuning