Veröffentlicht am Do., 17. Okt. 2019 09:59 Uhr

10.000 Gemeindeglieder, drei Pfarrer, drei Gemeindeschwestern, ein Kantor, ein Hauswart, zwei Personen für die Jugendarbeit, eine Küsterin - so war die Gemeinde im Jahr 1974 aufgestellt, als ich hierher kam. In vielen Gemeindeversammlungen ging die Diskussion um Gemeindeaufbau. Wir brauchen Nachwuchs bei den Bläsern, Kinderchorarbeit sollte aufgebaut werden, auch ein Orchester wäre doch in Frohnau möglich, Angebote für kirchenfernere Menschen sollten entstehen: So klang es auf vielen Versammlungen.

Und jetzt, 45 Jahre später, in denen viele dieser Gruppen entstanden sind, können wir uns zurücklehnen und die Früchte ernten? Leider nicht, denn jetzt können wir uns die Menschen, die die Chöre leiten, das Büro an fünf Tagen öffnen, für die Arbeit mit Senioren zuständig sind, nur schwer leisten. Die Zahl der Gemeindeglieder ist unter 6.000 gesunken, und damit auch die Zuwendung der Kirchensteuermittel.

Könnten wir allein die Kirchensteuer einsetzen, wären viele für uns so selbstverständliche Angebote in der Gemeinde nicht mehr möglich. Die Gemeinde muss daher viele andere Möglichkeiten ausschöpfen, um das aktive Gemeindeleben möglich zu machen. Ein Instrument ist der Förderverein der Kirchengemeinde.

1977 gegründet, um in der Gemeinde auch einmal Kirchensteuerunabhängiges möglich zu machen, haben sich die Aufgaben von kleinen „Extras“, wie die Anschaffung von Trompeten oder die Bezuschussung einer Reise in die Unterstützung der Personalfinanzierung gewandelt. Jahrelang trug der Förderverein die Hälfte des Kantorengehaltes, um eine Anstellung möglich zu machen. Wir haben für etliche junge Leute das soziale Jahr bezahlt, die Bläserarbeit ermöglicht und in unterschiedlichen Konstrukten die Arbeit im Büro unterstützt.

Jetzt sind unsere finanziellen Möglichkeiten aber erschöpft. Viele Mitglieder der ersten Stunde sind leider verstorben. Wir konnten zwar die Mitgliederzahl auf etwa 110 Personen halten, aber die Einnahmen über Mitgliedsbeiträge und Spenden sind doch deutlich gesunken. Wir tragen momentan die Gehälter des Bläserchorleiters und anteilig der Bürokräfte. Wir wollen auch weiterhin gerne Konzerte finanzieren, jungen Menschen ein soziales Jahr ermöglichen und die Vielfalt kirchlichen Lebens in unserer Gemeinde erhalten.

Ein aktuelles Spendenprojekt des Fördervereins ist zum Beispiel die Renovierung unseres Flügels im Saal: Er steht nicht nur auf zwei verschiedenen Vorderbeinen, sondern braucht dringend auch ein neues Innenleben.

Daher die Bitte an Sie alle: Werden Sie Mitglied oder Spender im Verein! Wir müssen mindestens 200 Mitglieder werden, um die vielfältigen Aktivitäten zu erhalten.

Sie sind schon Gemeindeglied und zahlen Kirchensteuer? Erwägen Sie bitte trotzdem eine Mitgliedschaft, um die genannte Vielfalt zu erhalten. Vielleicht gehören Sie nicht zu unserer Gemeinde, haben sich eventuell über die „Amtskirche“ geärgert, kommen jedoch gerne in eine unserer Gruppen? Sie sind uns herzlich willkommen. Wir sind auch auf Ihren Beitrag angewiesen, um alles am Leben zu erhalten.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende auf das Konto:

Verein zur Förderung der Gemeindearbeit der ev. Kirchengemeinde Frohnau
IBAN: DE 1510 0100 1000 0311 0102

Oder Sie werden Mitglied im Verein. Das Beitrittsformular finden Sie hier. Sie erhalten es auch im Gemeindebüro oder im Johannesgarten oder Sie schreiben formlos an kreusler@web.de.

Christiane Kreusler
Vorsitzende des Fördervereins

Foto: Jörg Walter

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